HANGDRUM

Entstehung und Geschichte der Hang Drum

Bei Instagram, Facebook und YouTube ist die Hang Drum aus dem Hause PANArt mit Sitz in der Schweiz, Programm. Sie kassiert massenweise Likes und ist in aller Munde. Selbst bei Ebay garantiert sie äußerst hohe Auktionspreise. Allerdings wirst Du kaum fündig, sobald Du Dich in den Weiten des World Wide Webs auf die Suche begibst. Felix Rohner und Sabina Schärer haben dieses Instrument 2000 in Bern erfunden. Die Fertigung des Hangs durchlief mehrere Generationen. Anfangs wurde es aus Spundfässern gefertigt. Die PANArt Hangbau AG ersetzte diese in den 1990ern rasch durch Rohformen aus tiefgezogenem und im Anschluss gasnitriertem Stahlblech. Die Klangfelder wurden mit einer Kuppel im Zentrum ausgestattet. Dank des Perkussionisten Reto Weber, wurden Felix Rohner und Sabina Schärer auf eine Idee gebracht. Diese besagte zwei Halbschalen aus dem Peng-Blech zu kombinieren. Die Kombination sollte dazu führen, dass die Eigenschaften der Steelpan, sowie der indischen Ghatam vereint wurden. So entstand im Jahr 2000 das Hang. Die Fertigung des Instruments erfolgte ein Jahr später. Aus diesem Grund haben Felix Rohner und Sabina Schärer die PANArt Hangbau AG gegründet.

Hang Drum und deren Werdegang

Der Name Hang Drum taucht erstmalig im Jahr 2002 auf, als der Musikinstrumentenhändler Lark in the mornin diesen verwendet. Dieser verkaufte das Instrument in den USA. Die Tatsache, dass der Händler das Instrument in Hang Drum umbenannt hatte, sorgte für Aufruhr. Die PANArt Hangbau AG trennte sich  von ihm. Der Verbreitung des Namens konnte jedoch nicht entgegen gewirkt werden. Besonders im englischsprachigen Raum war dieser Name nun Programm. Des Weiteren gewann er im Internet auch immer mehr an Attraktivität. Die Tatsache, dass Hang Drum aus zwei Wörtern besteht, macht diesen Begriff attraktiver für Suchmaschinen oder Youtube. Denn dort lässt sich eine Sache leichter finden, sobald man nach mehreren Begriffen suchen kann. Der Name Hang Drum kursiert somit weiterhin im Internet. Dies ist jedoch nicht der korrekte Name des Instruments.

Eine Menge Menschen halten das Hang für ein Membranophon. Diese Aussage ist   nicht ganz korrekt, ebenso wie der Name Hang drum. Zahlreiche Gründe sprechen dafür, dass Hang Drum keine passende Bezeichnung ist. Grundsätzlich gehört das Hang Drum nicht zu den Membranophonen, also Trommeln. Trommeln erzeugen ihren Klang, indem Membranen unter Zugspannung stehen und somit den Klang erzeugen. Das Hang erzeugt seinen Klang durch Strukturen. Diese werden durch Verdichtung, Dehnung, Verformung oder Stauchung des Metalls erzeugt. Das Hang arbeitet hingegen mit Druck- und Torsionsspannungen. Der Grund hierfür ist, dass Instrumentenbauer in der Regel mit Verspannungen des Materials arbeiten und nicht mit Zugspannungen wie bei Trommeln. Ein Hang wird senkrecht oder waagerecht auf dem Schoß gehalten und mit den Händen gespielt.

Manche Menschen verstehen unter dem Hang Drum eine Parallelbildung zum Steel Drum. Diese Bezeichnung ist jedoch nicht korrekt. Betrachtet man die Steel Drum genauer, stellt man fest, dass sie aus einem Stahlfass gefertigt wurde. Eigentlich handelt es sich um keine Trommel. Das Hang wurde nicht aus einem Fass hergestellt. Deshalb ist die Bezeichnung Drum nicht richtig. Mithin handelt es sich nicht um eine Trommel.

Hang Drum – wie wird diese genutzt?

Ein Hang Drum wird nicht wie eine Trommel gespielt. Eine typische Trommel wird mit einem Schlägel oder Stick geschlagen, damit ein Klang erzeugt wird. Ferner ist der ausholende Schlag charakteristisch für eine Trommel oder ein ähnliches Instrument. Der Klang der Trommel wird noch intensiver, indem man die Hände stärker beschleunigt oder den Impuls mit mehr Kraft aufwendet. Fälschlicherweise wenden zahlreiche Spieler genau die gleiche Technik auf das Hang Drum an. Das Blech wird derartig stark mit den Fingern bespielt, dass beim Aufschlag eine Tonhöhenschwankung besteht. Je fester der Schlag auf das Hang erfolgt, desto verengter und verzerrter ist der Klang. Folglich tritt keine Bereicherung des Klangs ein. Überdies kann das Material durch zu starkes Schlagen dauerhaft verstimmt werden. Hangspielen ist eher mit einer sanften Massage anstatt mit einer Drum-Session zu vergleichen.

Die Generationen der Hang Drum

Im Laufe der Jahre wurde das Hang Drum weiter entwickelt. Die erste Generation dieses Instruments wurde in 30 verschiedenen Klangmodellen angeboten. Rund 4.300 Hangs wurden innerhalb der ersten fünf Jahre hergestellt und auf der ganzen Welt vertrieben.

2005 wurde das Tuningverfahren weiterentwickelt, da die Menschen ein größeres Interesse an tieferen Klängen hegten. Ein mehrmaliges Erhitzen im Ofen führte zu einer besseren Kontrolle der inneren Spannung größerer Klangfelder. Die Stimmhaltung und der Klang verbesserten sich deutlich.

Im Jahr 2006 wurde es Zeit für die zweite Generation des Hang. Eine Beschichtung aus eingebranntem, sowie eingebürstetem Messing war standardmäßig auf jeder Oberfläche der Instrumente vorhanden. Ein Messingring umfasste die Naht, an der beide Halbschalen miteinander verbunden sind. Des Weiteren wurde jedes Hang mit einer klanglichen Basisstruktur ausgestattet. Die Helmholtz-Resonanz des Gefäßes bildet dafür das Fundament. Die Hangs verfügten in der zweiten Generation über sieben Klangfelder im Klangring. Allerdings waren auch Instrumente mit acht Klangfeldern erhältlich. Schlagartig änderte sich mit der neuen Generation der Vertrieb des Hangs. Ein internationaler Vertrieb wurde nicht mehr angestrebt. Deshalb wurde die Internetseite geschlossen und das internationale Händlernetz aufgegeben. Diejenigen, die ein Hang erwerben möchten, mussten eine schriftliche Anfrage stellen und durften anschließend die Werkstatt persönlich besuchen. Dort konnten sie sich ihr Instrument aussuchen.

Stetige Weiterentwicklung der Hang Drum

Im Jahr 2007 wurde das Hang weiter modifiziert. Die radial ausgerichteten Klangfeld-Ellipsen erhielten eine Drehung um 45 Grad.

Während der Zeit der Weiterentwicklung des Hangs wurde seine Umbenennung thematisiert. Seine Erfinder Felix Rohner und Sabina Schärer bezeichneten diese Umbenennung als fatal. Missverständnisse führten zu Verletzungen, sowie Schäden an den Instrumenten. Die Erfinder versuchten mehrfach klar zu stellen, dass es sich bei einem Hang nicht um ein Schlaginstrument handelt.

Die PANArt Hangbau AG hat sich die Bezeichnung Hang markenrechtlich in einigen Ländern schützen lassen. Dies geschah, um der Verwendung als Gattungsbezeichnung entgegenzuwirken. Der Begriff Hang Drum wird dennoch häufig verwendet. Besonders jene, welche mit dem Thema nicht vertraut sind, gehen davon aus, dass alle Instrumente, die so ähnlich aussehen wie ein Hang mit Hang Drum zu bezeichnen sind. Sofern man dem Ausdruck Hang Drum im Internet begegnet, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Oftmals verbirgt sich hinter dem Hang Drum eine Steel Tongue Drum.

Ein Besuch in unserem Online-Shop lohnt sich jederzeit. Dich erwarten zahlreiche Angebote, sowie Informationen zu den Instrumenten. Hast Du fragen , helfen wir Dir ebenfalls gerne weiter.